Koh-I-Noor (Robbe)
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Hier meine Koh-I-Noor:

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Die Legende:
Vor rund 15 Jahren erfüllte ich mir den Wunsch, eine RC-Segelyacht zu bauen, und erstand den Robbe Bausatz inkl einer Futaba FC-16 Fernsteuerung.
Es folgte eine Zeit mit Familenausflügen kombiniert mit Seegeltouren auf allen möglichen Seen und Weiher in der Schweiz. Nach einigen Jahren verlagerte sich das Modellbauhobby hin zu RC-Cars, da meine beiden Söhne davon begeistert waren. Das Modell verschwand also im Bastelkeller und setzte eine dicke Staubschicht ein.
Als vor 4 Jahren die Alinghi in den Medien für Aufsehen sorgte, und eine Entrümpelungsaktion des Bastelraumes auf dem Programm stand musste ich mich entscheiden: Entsorgen oder Restaurieren...
Es folgte eine sorgfältige Demontage aller Deckaufbauten und der Technik, ebenfalls trennte ich den Kiel ab, um den original Ballast entfernen zu können (in Kombination mit dem Guss-Flügelkiel lag das Schiff zu tief im Wasser). Danach wurde der Rumpf gespachtelt, geschliffen und neu in den Farben der Alinghi lakiert. Danach folgte das Auffrischen der Deckbeplankung und das Einziehen der Positionslampen und Plichtbeleuchtung. Ebenfalls von hinten beleuchtet werden die Instrumente. Als Kompass auf der Steuersäule ist die grüne LED des Spannungswächters angebracht. Die Besatzung besteht aus einem abgeänderten 1:18 Resin-Figurensatz aus dem Modellautoumfeld - Der Masstabsunterschied ist ein Kompromiss der nicht all zu störend wirkt. Taue, zusätzliche Winschen und kleine Details ergänzen die Szenerie an Bord.
Da die Segel nicht optimal gelagert wurden, mussten diese neu aus Drachen-Spinnakertuch genäht werden. Bei dieser Gelegenheit konstruierte ich einen etwas längeren Grossbaum im Carbon-Look der Rennyachten und konnte dadurch die Seegelfläche des Gross etwas vergrössern. Der optisch störende Fockbaum musste ebenfalls weg - also aute ich an der breitesten Stelle im Schiffrumpf ein zusätzliches Servo mit aufgeflanschtem Alu-Hebelbaum ein. Mit diesem Servo wird ein Zusatzschot durch zwei Schotöffnungen seitlich am Deckaufbau geführt, der es ermöglicht, das Fockschot von einer Seite zur anderen zu lenken. Mit dieser einfachen und günstigen Lösung erhält man ein vorbildähnliches Segelbild mit guten Eigenschaften, auch beim Vorwindsegeln. Das Gross- und das Fockschott wird mit dem urspünglichen Segelverstellservo angesteuert.
Ebenfalls um Gewicht zu sparen, wurde der Zusatzakku für Flautenschieber und Beleuchtung weggelassen - die Stromversorgung erfolgt via BEC Fahrtenreger und 7,2 Volt Racingpack. Ein Spannungswächter wacht über den Ladezustand und meldet sich mit rotblinkender LED, die hinter dem Instrumentenpanel plaziert ist. Meine alte FC-16 habe ich mit zwei Schieberegler für die beiden Segelservos nachgerüstet und erfüllt nach wie vor ihren Zweck.
Optisch gibt das Modell mit der schönen Rumpfform und der Neulackierung nun etwas her, die Fahreigenschaften mit dem abgespeckten Gewicht sind zufriedenstellend. Es ist zu bemerken, dass bei Gewässer mit Strömungen der Flügelkiel eher nachteilig wirkt. Obschon ich während des Umbaus vereinzelt über die Anschaffung eines neuen Bausatzes, satt der der manchmal mühsamen De- und Remontagearbeit nachgedacht habe, freut mich das nun fertige Resultat dieses "Recyclings" oder "Update".
Der zweite Stapellauf fand am 10. August  2006 auf dem Weiher der Grün80 in Münchenstein bei Basel statt.

Gruß, Carol aus 4127 Birsfelden (Ch)